Mittwoch, 7. Oktober 2015

Reise-Special: Island, einmal zum Umrunden bitte!

 photo iceland001_zpsesscwqzc.jpg Lange war es ein Traum, dann eine konkrete Idee und schließlich ein feststehender Plan. 12 Tage Island, 9 Tage Roadtrip und fast jede Nacht an einem anderen Ort.
Ich habe mir die Nächte um die Ohren geschlagen, Hotels verglichen, Busshuttle gebucht, Sehenswürdigkeiten rausgesucht und hatte neben Verstand scheinbar auch etwas Glück. Nach dieser Reise kann ich sagen, ohne mich selbst beweihräuchern zu wollen, dass meine Planung ziemlich gut aufgegangen ist. Deswegen will ich sie auch nicht einfach für mich behalten, sondern mit dem Internet teilen!

Also werde ich Tag für Tag zusammenfassen, inklusive Hotels, Restaurants und jeglichen Tipps, sodass am Ende ein komplettes Tagebuch meiner Reise entsteht.
Heißt, ich werde jetzt gar nicht lange drum herum reden, sondern loslegen.

Zunächst ein paar grundlegende Informationen zu einem Roadtrip in Island:

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  1. Zu welchem Zeitpunkt könnt ihr Urlaub nehmen und was für Wetter herrscht auf Island? Ich war von 17. bis 29. September dort und wir hatten super viel Glück. Als wir schon in Akureyri waren, gab es allerdings Sturmwarnungen für Vik und Umgebung. Betraf uns dann nicht mehr, aber ich war froh, dass wir diesen Teil schon hinter uns hatten. 
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  3. Packt der Jahreszeit entsprechend. Ich habe gemerkt, wie wenig ich unterwegs gebraucht habe. Festes Schuhwerk ist ein Muss! Eine regendichte Jacke auch. Mein Outfit bestand meistens aus: Trekkingboots (wasserdicht), Jeans, Top, Cashmere-Pullover (oder Fleece), Fleecejacke, Schal und dicker, regenabweisender Jacke. Oft konnte ich bei Sonnenschein die Jacke im Auto lassen und im Pullover rumlaufen. 
  4. Essengehen ist teuer. Da kann ich euch leider nichts anderes erzählen. Es gab Restaurants, wo wir für bis zu 100€ gegessen haben und solche, wo wir mit 30€ raus sind. Unter 20€ wird es für 2 Personen aber schwierig. Der Vorteil: Wasser gibt es überall kostenlos dazu! Softdrinks belaufen sich meist auf 350 ISK (ca. 2,50€), Alkohol ist teurer (Ein Bier kann auch mal 8€ kosten, meist aber zwischen 4 und 5€). Wir hatten zwei mal die Chance, in gemieteten Cottages selbst kochen zu können und das ist definitiv günstiger. Supermärkte gibt es eigentlich in jedem etwas größeren Ort.
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  6. Ich habe Island per Mietwagen umrundet und kein Allradauto gebucht. Lediglich zu dem berühmten Flugzeugwrack in Sólheimasandur konnten wir nicht fahren, weil wir dafür ein 4x4 (Allradauto) gebraucht hätten. Ansonsten hat unsere kleine Nussschale alles hervorragend gemeistert. 
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  8. Benzin ist preislich ähnlich wie in Deutschland würde ich sagen. Unser kleines Auto hat wirklich sehr wenig verbraucht und für um die 2000 km haben wir ungefähr 250€ gebraucht. Eher weniger. Tankt aber bitte an jedem Übernachtungsort und fahrt nicht mit halbem Tank am nächsten Morgen los. Ihr werdet teilweise für 1 bis 2 Stunden an keiner Tankstelle vorbeikommen.
  9. Für das Autofahren gilt: Innerorts 50km/h, Außerorts 90 km/h, Tunnel 70 km/h und auf Schotterpisten 80 km/h. Die Geschwindigkeiten sind überall ausgeschildert und ihr solltet euch daran halten. Auch in Island gibt es Blitzer und teilweise an Stellen, wo ihr sie nicht erwartet ;-) Wir sind glaube ich auf einer Gravel Road nie 80 km/h gefahren. Vertraut mir, meistens kommt ein unerwartetes Schlagloch und dann war's das möglicherweise erstmal. Vorsichtig fahren hat sich sehr bewährt und mal ehrlich, ist doch Urlaub.
  10. Bevor ich es vergesse: Autotüren beim Aussteigen immer festhalten. Teilweise seht ihr nicht, wie windig es draußen ist und dann verabschiedet sich auch schnell mal eine Landkarte aus dem Auto. Ja. Das ist mir passiert. Aber noch schlimmer wäre, wenn der Wind die Tür beschädigt und ihr das zahlen müsst.

Bei einem Roadtrip geht es nicht darum anzukommen, sondern unterwegs zu sein. Haltet auch mal außerplanmäßig an, genießt die Natur, packt auch ein Picknick ein und macht an einem der vielen Rastplätze eine Pause. Ihr braucht euch auch nicht mit einem nervigen GPS oder Navi-Gerät rumzuschlagen. Wir sind nach altmodischer Landkarte gefahren und teilweise habe ich unser Auto auf einer Offline-Map mit dem Handy verfolgt. Wenn ihr die Ortsnamen kennt, findet ihr euch anhand der vielen Straßenschilder super zurecht!

Abschließend die ersten Schritte zu einem Roadtrip auf Islands Ringroad:

 photo iceland003_zpshmi3hyuk.jpg Flug buchen: Wir sind von Hamburg aus via Icelandair für 387,66€ pro Person (Hin- und Rückflug) geflogen. So früh wie möglich buchen, desto günstiger ist der Preis für ein und denselben Platz. Je nach Auslastung werden die Tickets innerhalb der Klassen teurer.

 photo iceland004_zpsomajgsci.jpg Auto mieten: Ich kann SADCars voller Überzeugung empfehlen. Die Autos sind zwar alt und gebraucht, aber dadurch haben sie sich wahrscheinlich auch bewährt und unser blauer Toyota Yaris hat uns auf jeden Berg und über jede Gravel Road gebracht. Für 10 Tage haben wir 341€ gezahlt, für ein Auto der Kategorie A. Die hintere Sitzbank haben wir umgeklappt und dort unsere Koffer transportiert. Für zwei Personen absolut ausreichend. Wer früher bucht und sofort bezahlt, kriegt hier sogar Rabatt.

Airport Shuttle: Falls ihr, wie wir, eurer Auto erst (2 Tage später) in Reykjavik abholt, lohnt sich das Buchen eines Shuttlebus-Tickets. Wir wurden sogar direkt vor die Tür unseres Airbnb Apartments gebracht, weil direkt daneben offizielle Apartments sind. Auch auf der Rückfahrt haben wir uns direkt vor SADCars in Reykjavik aufsammeln lassen. Direkt daneben ist nämlich das Bus Hostel.
Wir haben den Flybus genutzt, aufgrund der passenden Pick-Up-Stellen. Es gibt aber auch noch Gray Line.

Meine App-Empfehlungen (iPhone) für Island:
- Scout, die erste Karte ist kostenlos und im Offline-Modus verfügbar. Einzelne Straßen hat diese App zwar oft über die Suche nicht gefunden, aber zum Orientieren und Identifizieren des eigenen Standortes perfekt. Funktioniert über die GPS Funktion des iPhones.
- Veður, Wetterapp für Island inklusive Wetterwarnungen
- Aurora Forecast, dadurch seht ihr, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, Polarlichter zu sehen
- Taxi Hreyfill Taxi vor-/bestellen ohne im Ausland telefonieren zu müssen. Einfach ins Wlan einloggen (gibt es fast überall) und über die App bestellen.
- Strætó, Tickets für die Öffentlichen können über die App gebucht werden. Praktisch, wenn man den Betrag von 400 ISK nicht passend dabei hat, denn Busfahrer haben kein Wechselgeld dabei.
- Appy Hour, Alkohol ist in Island nicht gerade günstig, aber überall gibt es Happy Hours. Diese App zeigt euch wann und wo.
- Handpicked Iceland, diese App beinhaltet ein paar gute Tipps was Essen, Shopping und Kultur betrifft.
- 112 Iceland, sollte euch unterwegs irgendetwas passieren (was ich natürlich nicht hoffe), könnt ihr über diese App euren Standort senden und Hilfe rufen.


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